Bürgerwissenschaft in der Nische

tazAm 19. Juni 14 hat Manfred Ronzheimer in der taz einen Artikel über Wissenschaftsläden veröffentlicht.

Leider hat er die Aussagen von basis.wissen.schafft e.V. (Katrin hat eine halbe Stunde mit ihm telefoniert) nicht richtig wiedergegeben.

Ronzheimer schreibt: „‚Wir wollten mit unserm Angebot die anderen Pionierprojekte in Tempelhof mit Wissen versorgen‘, berichtet Schwahlen. Etwa die Urban-Gardening-Aktivisten mit Erkenntnissen der ökologischen Agrarforschung, oder Solartechniken zur autonomen Energieversorgung.“

Nö, Schwahlen hat gesagt, dass basis.wissen.schafft e.V. dazu beitragen will, die Pionierprojekte miteinander zu vernetzen. Wissen haben die anderen Projekte genug, vor allem die Gartenprojekte. Und so vermessen sind wir nicht zu behaupten, dass wir es besser wissen. Auch wenn wir Wissen ins Rollen bringen wollen, ging es vor allem im vergangenen Jahr darum, uns als Pionierprojekte so zusammentun, dass wir nach außen mit möglichst einer Stimme sprechen können und uns nicht auseinanderdividieren bzw. gegeneinander ausspielen lassen.

Ronzheimer schreibt weiter: „Hinzu kam die Kündigung des Wissenscontainers durch das Tempelhofer Standort-Management zum Jahresende.“

Nee, auch das stimmt nicht. Bei allen Differenzen mit Grün Berlin: Wir haben bis Ende 2014 einen Vertrag, dass wir bis Ende des Jahres unsere Fläche auf dem Feld haben und dafür bezahlen. Der Wissenscontainer wurde von uns bei einem privaten Verleiher gemietet und bezahlt. Auch wenn toi toi Dixi uns mit der Miete entgegengekommen ist, konnten wir uns knapp 200 Euro aus der privaten Sparschatulle nicht mehr leisten. Deswegen haben wir den Container abgegeben, nicht weil uns gekündigt wurde.

Wir haben der taz bereits einen Leserinnenbriefe geschrieben und auch unter demArtikel kommentiert.

Trotzdem freuen wir uns, dass über die Wissenschaftsläden berichtet wurde. Unser Treffen mit den anderen Wila aus Deutschland und Österreich war lang, laut, chaotisch und sehr anregend und inspirierend.

Bericht und Bilder folgen in Kürze.

Apropos Bilder: Was die ausrangierten Bildschirme mit Bürgerwissenschaft u/o Wissenschaftsläden zu tun haben – da ist mein Wissen zum taz-Artikel ins Stocken geraten.

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