Entstehung

Als wir im vergangen Sommer das Bewerbungskonzept für den Senatswettbewerb geschrieben haben, sind wir vom der klassischen Wila-Selbstverständnis ausgegangen „…. Entstanden sind Wissenschaftsläden zuerst in den Niederlanden. Dort gründeten Studenten und Studentinnen bereits in den siebziger Jahren staatlich geförderte Wissenschaftsläden, so genannte Wetenschapswinkel. Ziel war es, die Brücke zwischen Universitäten und Bürgern zu schlagen, das universitäre Wissen auch dem „Otto-Normalverbraucher“ zugänglich zu machen.“ (Website Wila Bonn, Selbstverständnis)

Seitdem wir mit vielen Leuten aus unterschiedlichen Bereichen gesprochen haben, diskutieren wir zunehmend über ein zeitgemäßes (Selbst)Verständnis von Wissenschaftsläden.

Das internationale Netzwerk versteht WL als Schnittstelle zwischen Wiss. und Ges. Als Vermittler zwischen universitärem Wissen und gesellschaftlichen Fragen.

Ist das wirklich noch sinnvoll in Zeiten von Internet und zunehmender Öffnung von Forschungseinrichtungen.

Wenn ja, sind die bisher eingeschlagenen Wege und Lösungsansätze noch die Richtigen?

Das Konzept, mit dem wir uns beworben haben, basiert auf der These, dass die Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft immer größer wird. Wissenschaftsläden sind die Schnittstelle zwischen den beiden Polen und fungieren als Wissensvermittler zwischen Universitäten und nichtstaatlichen Einrichtungen. Diese These ist nicht von uns, sondern wurde bereits in den 1970er-Jahre in den Niederlanden umgesetzt. Heute gibt es weltweit knapp 100 Wila, etwa fünf aktive in Deutschland. Vier von ihnen sind Teil von Universitäten, der Wila Bonn, den es seit 985 gibt, arbeitet unabhängig.

[Vortrag: Magdplatz Berlin, 30.3.2011]
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