Wenn der Senator zweimal klingelt …*

Am 4. November war Michael Müller, der Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, zu Besuch im Wissenscontainer von basis.wissen.schafft. Beim Sommerempfang im August hatten wir ihn eingeladen, um  über die Situation der Pionierprojekte zu sprechen.

Wir und die Pionierinnen von Kulturgate und Workstation, sprechen eine knappe Stunde mit ihm über die Entwicklung der Projekte, die Vorstellungen des Senats und die alltäglichen Hindernisse in unserer Arbeit als Multiplikatorinnen auf dem Feld.

Von Seiten der Politik gibt es keine Bedenken, die Verträge der Pioniere bis Ende 2015 zu verlängern, denn vorher würden keine Baumaßnahmen starten. Er sprach sich dafür aus, dass die Verantwortlichen von Tempelhof Projekt und Grün Berlin an den Standorttreffen teilnehmen, damit direkt entschieden werden könne.

Er werde dafür sorgen, dass die Mitarbeiter/innen der Infostände besser über die PP informieren können.

Es werde vermutlich keine feste Stelle und einen Raum im Gebäude geben, weil man davor Angst habe, dass sich das dann verstetige.)

Auf unsere Kritik, wie man mit den Pionier/innen umgehe und sie eben nicht einbeziehe, kam eine eher dürftige Antwort: Man befinde sich in einem Entwicklungsprozess und habe sich die Entwicklung auf dem Feld anders vorgestellt. Das war nicht nur – oder sogar am wenigsten auf die PP gemünzt, sondern „die Bevölkerung will das Feld, so wie es ist, ohne Bebauung, ohne Politik und ohne Pioniere.“

Daraus werden natürlich keine Konsequenzen gezogen. Man könnte ja auch meinen, dass die Politik sich raushält, die Bebauung ausfällt und die Pioniere was anderes machen. Fänd ich dann auch in Ordnung.

Also, er will sich kümmern …

*Natürlich hat unser Container keine Klingel, außerdem standen wir in der Tür, um Herrn Müller zu uns und vom Arche-Gelände wegzuwinken, wohin er sich fast verirrt hätte 😉

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