Wohnungen der Neuen Mitte

Wie kann man 500 Wohneinheiten in der Neuen Mitte Tempelhof unterbringen?

Die Öffentlichkeit ist inzwischen durch das Bezirksamt von Tempelhof-Schöneberg informiert worden, wie die „Neue Mitte Tempelhof“ am Tempelhofer Damm strukturiert werden soll. Wenn man die öffentlichen Gebäude in der Nähe des Rathauses Tempelhof durch die sogenannte „Rochade“ an anderen Orten wieder aufgebaut hat, bleibt eine Fläche für den Wohnungsbau frei.

Fragliche Menge der Wohnungen

Durch den Senat und das Bezirksamt sind das Gelände und die Anzahl der Wohnungen fest vorgegeben. Nach Aussage unseres Bezirksstadtrates für Stadtentwicklung und Bauen können die Bürger deshalb nur noch über Details wie beispielsweise die Wegeführung mitentscheiden.

Es stellt sich die Frage, ob man diese Menge an Wohnungen auf der verfügbaren Fläche sinnvoll verteilen kann. Deswegen hat Detlef von der Arbeitsgruppe „Neue Mitte Tempelhof“ ein Modell erstellt, das die Größenverhältnisse von Gebäuden maßstabsgerecht im Verhältnis 1:500 wiedergibt und hat einige Gebäudeanordnungen getestet.

Modell für Wohnbebauung

Dafür hat er die vorhandenen Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite der Götzstraße als Vorbild genommen und in verschiedenen Formen auf den Grundriss verteilt. Ein Holzklötzchen entspricht dabei etwa 20 Wohneinheiten (WE) von 80m². Das sind 7 Etagen, wenn man es auf die mittlere Seite stellt, oder 10 Etagen, wenn man es auf die kleinste Seite stellt. Die weißen Papierstreifen sollen Wege darstellen.

Varianten der Bebauung

Zuerst wurde die Fläche für die geplanten Wohnbauten identifiziert und die ringsum existierende Bebauung nachgeahmt:

Freies Gelände für Wohnbebauung mit umliegenden Gebäuden (Blick aus Südwesten, links unten der Tempelhofer Damm)

Danach wurden die Wohnblöcke auf verschiedene Weisen über das Areal verteilt. Einige  Ideen sind hier festgehalten:

Modell einer Gleichverteilung von Wohnblöcken

Gleichverteilung der 7-stöckigen Wohnblöcke über das gesamte Areal, im Westen mit 14 Stockwerken (Blick aus Süden)

Wohntürme mit 20 Stockwerken lassen viel Platz für Grünflächen

Modell mit Hochhäusern

Hochhäuser mit 14 Stockwerken umschließen viel Raum für Grünflächen

Allerdings sind alle diese Lösungen zu hoch, zu dicht oder zu eng. Sie spiegeln jedoch die Vorgabe des Bezirksamts wider. Um eine durchschnittliche Wohnfläche von 100m² zu erreichen, müssen die Wohnblöcke sogar um ein Viertel größer sein!

Kann sich die Öffentlichkeit mit dieser Menge von Wohnungen anfreunden?

Über Wentus

Fahrrad-fahrender Physiker und Deutschlehrer für Integrationskurse
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